Förderung beim Heizungstausch – das ist möglich!
Die wenigsten Eigentümer möchten den Austausch ihrer Heizanlage vollständig alleine Finanzierung. Eine Förderung beim Heizungstausch ist möglich, Möglichkeiten durch die KfW oder BAFA sind allgemein bekannt. Doch was lässt sich konkret beantragen und welche Förderprogramme stehen explizit in München und Umgebung zur Auswahl? In unserem Artikel fassen wir die wichtigsten Informationen zur aktuellen Förderung zusammen.
Was genau lässt sich beim Heizungstausch fördern?
Grundsätzlich ist jeder Austausch einer alten Heizungsanlage gegen eine neue möglich, sofern die Neuinstallation zu wenigstens 65 % Energie aus erneuerbaren Energiequellen gewinnt. Die bekanntesten Technologien dieser Art sind Wärmepumpen und solarthermische Anlagen, doch auch Brennstoffzellen, Biomasse-Heizungen und ähnlich innovative Lösungen kommen zur Förderung beim Heizungstausch infrage.
Es gibt separate Zuschüsse für die Optimierung von bestehenden Heizungsanlagen, z. B. für den Austausch der Heizungspumpe oder die Durchführung eines hydraulischen Abgleichs. Auch bei Hybridanlagen mit Mischung traditioneller und innovativer Heiztechnologien ist eine Förderung möglich, allerdings nur für den Anteil, der erneuerbare Energien nutzbar macht.
Die wichtigsten Förderprogramme im Überblick
Die Förderung beim Heizungstausch lässt sich nach Art der Heizung, dem Zustand des Gebäudes und weiteren Aspekten bei verschiedenen Einrichtungen beantragen. Hier die wichtigsten Varianten im Überblick:
1. KfW
Die Kreditanstalt für Wiederaufbau fördert maximal bis zu 70 % der förderfähigen Kosten, bei Einfamilienhäusern nach oben durch 30.000 Euro begrenzt. Die Grundförderung beträgt 30 %, hierauf kommen potenzielle Aufschläge als Klimageschwindigkeitsbonus (20 %), ein Einkommensbonus für Haushalte mit geringerem Einkommen (40 %) sowie ein Effizienzbonus je nach Wärmepumpe (5 %). Pro Wohneinheit kann zudem ein zinsgünstiger Ergänzungskredit bis zu 120.000 Euro abgeschlossen werden.
2. BAFA
Das BAFA fördert den Einbau von Wärmepumpen und den Einbau von Flächenheizungen. Der Fördersatz erreicht 20 % der förderfähigen Kosten. Mit einem individuellen Sanierungsfahrplan kann der Wert auf 25 % steigen. Eine zusätzliche Beantragung des Förderkredits seitens der KfW ist weiterhin möglich, zudem fördert das BAFA begleitende Maßnahmen wie Dämmung, Lüftung oder den Austausch von Fenstern und Türen im Rahmen von 15 bis 20 %.
3. Regionale Förderung
Sofern die genannten Förderprogramme noch ergänzt werden sollen, ist eine regionale Förderung denkbar. So übernimmt das Münchner Förderprogramm Gebäude (MFG) 10 % der förderfähigen Kosten beim Heizungstausch und weiteren Maßnahmen. Der Zuschuss lässt sich explizit mit Bundesförderungen kombinieren. Eine eigene, städtische Förderung für Wärmepumpen steht außerdem seit Juni 2025 bereit. Der Antrag muss direkt bei der Stadt München gestellt werden und kann ausschließlich Gebäude im Stadtgebiet betreffen.
Allgemeine Informationen zum Förderantrag
Der Förderantrag ist grundsätzlich vor der Einleitung der baulichen Maßnahmen beim Heizungstausch zu stellen. Zulässig ist allerdings, im Vorfeld einen Lieferungs- oder Leistungsvertrag aufzusetzen, um Art und Umfang der Maßnahmen inklusive aller Kosten abschätzen zu können. Beachten Sie überdies Fristen, innerhalb derer die Maßnahmen nach einer Zusage durchgeführt werden müssen. Im Falle der KfW liegt diese bei 36 Monaten.
Weitere Fragen? Nutzen Sie unsere Fördermittel-Beratung!
Neben vielen technischen Fragen zum Heizungstausch sind sich gerade private Eigentümer beim Thema Förderung unsicher. Hieran sollte Ihr Interesse an einer innovativen und nachhaltigen Heizungstechnik nicht scheitern. Unsere Experten der SiGa Bau stehen Ihnen gerne für eine fachkundige Fördermittel-Beratung zu Seite, auch bei allen nachfolgenden Schritten begleiten wir Sie!